Mein Senf zur Krebswurst…

Senf-3Gestern war ja die große Geschichte das mit dem Krebs in der Wurst. So wie früher in den kropschig-knusprigen Fritten. Das hat viele Fragen aufgeworfen und Schlagwörter provoziert – schon wieder. Zum Beispiel, dass das ja alles Lügenpresse sei. Oder dass das jetzt wahr sei, und alles davor Lügenpresse. Dass Wurst aber lecker ist und alles ganz harmlos und nicht jeder seinen Senf dazu geben solle, weder süß noch mittelscharf. Ich persönlich mags manchmal aber sogar extra-düsseldorf-löwen-style, vor allem wenn es um dieses Thema geht.

Darf man sich (wie z.B. mal wieder auf Twitter) in humoristischer Weise über Krebs äußern, sich über potentiell tödliche Krankheiten lustig machen? Bleibt das vielleicht ein Privileg der selbst Betroffenen und ihrer engsten Angehörigen? Manche meinen, der Senf müsse da immer süß bleiben, mittelscharf ist schon grenzwertig und alles darüber verboten und schädlich. Ach ja? (Sowas Offizielles, mit fit und fun und nicht mit ohne scharf, muss doch recht haben). Überhaupt, Satire ist doch wichtig und Lachen gesund?

Außerdem frage ich mich: Hab ich zu viele böse Dinge gegessen und deswegen Krebs? Waren es doch die Raucher, die mich fast umgebracht hätten? Irgendein Handymast in der Nähe? Mein Karma? Für mich bleibt irgendwie offen, inwiefern ich jetzt meine Risiken mit kleineren oder größeren Umstellungen beeinflussen kann. Versuchen will ich’s sicherlich, aber lässt man sich auch zu sehr verrückt machen?

Es wurde mir jedenfalls schon verboten – und ich denke das ist auch sinnvoll – mein Handy ständig in der Hosentasche zu tragen oder neben meinem Kopf am Bett abzulegen. Eigentlich ist das Teil eh ein zweifelhafter Aufmerksamkeitsfresser. Wenn man immer auf sein Handy starrt, wann soll man dann noch wintergrillen vor dem Fernseher?