Warum ich so selten schreibe…

Diese Frage wird in letzter Zeit an mich herangetragen, und ich selbst denke darüber auch immer wieder nach. Es gibt ja durchaus schnelle Gedankenblitze, die mir durch den Kopf schießen, später jedoch nicht wieder aufgegriffen werden. Wahrscheinlich sollte man für derartige Momente immer irgendwas zum Notieren griffbereit haben, alles so bald wie möglich konkreter fixieren und schön geplant an festen Daten hintereinander weg veröffentlichen… Aber jene Impulse erscheinen mir oft zu schlicht und unbedeutend. Will irgendjemand, ich inklusive, überhaupt davon lesen? Ich hab‘ ja selbst kurz darauf den Eindruck, dass meine Idee nicht wert war, mitgeteilt zu werden, und erst recht nicht geistreich oder gar neu. In der Hinsicht scheitert es also an meinen eigenen Ansprüchen bezüglich der Themenwahl , die ich mal überdenken müsste.

Oder passiert bei mir tatsächlich zu wenig, und daher ist das Material wirklich nicht ergiebig genug? Angesichts dessen, was alles so passiert, kann aus meinem Leben und meinen Gedanken eigentlich nichts von Relevanz dabei sein. Das könnte darauf verweisen, dass ich mein Überdenken mal überdenken müsste.

Und was ist denn mit den Ideen, die mir schon früher gekommen waren? Die ich hier angekündigt hatte? Die teilweise in Ansätzen sogar schon ausgearbeitet sind? Gefällt mir alles nicht mehr. Hat mir irgendwie dann plötzlich auch zu viel mit dem ollen Krebs zu tun. Jetzt bin ich doch total gesund… Dabei ist es ja nur ein Wunschtraum, das Thema sei wieder ganz weit weg, verpufft, alles habe sich in Wohlgefallen aufgelöst. Erstens muss ich selbst ja andauernd wieder an meine Krankheit denken, deren Konsequenzen weiter reichen als mir lieb ist, und zweitens isses ja nicht so, als sei ich der einzige (Ex-)Krebskranke der Welt oder auch nur im eigenen Umfeld. Um nicht zu sagen, davon gibt es gefühlt sogar immer mehr, inflationär geradezu, ständige Präsenz von Tumorerkrankungen ist zu konstatieren, weiß man ja. Abgeschlossen ist da thematisch mal so gar nichts. Also muss ich wohl mein Überdenken des Überdenkens überdenken.

5 Gedanken zu “Warum ich so selten schreibe…

  1. 😉 ja, so ohne Konzept wird es chaotisch. Gedanken, die auf Notizzettel platz finden und hinterher einen WP-Beitrag „füllen“, ohne dass der Leser deine Gedankensprünge mitbekommt und dein Leben dazwischen… schwierig zu verfolgen (so jedenfalls betrachte ich meinen eigenen Bolg mittlerweile). Dann denke ich wieder: mir hilft es, mir tut es gut…. und wer es nicht lesen mag, oder nicht mehr durchblickt, braucht ja meinen Blog nicht aufrufen. Ich habe ihn in erster Linie für mich gemacht, aber eben nicht unter „Privat“ gesetzt, damit ich selbst evtl. von anderen Gedankenanstöße bekomme, vielleicht einen anderen Gesichtspunkt, einen Blickwinkel, den ich noch gar nicht gesehen habe, oder manchmal auch einfach nur ein klein wenig Hoffnung, Mut,…..
    Ich würde mich freuen, weiterhin von dir zu lesen, ob mit oder ohne Krebs… das kenn ich ja auch.. 😉
    herzliche Grüße

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